Argumente
ökorealistische Bilanz = Wahre Kostenrechnung
Wieviel Land nimmt der westlich orientierte Mensch in derzeit wirklich in Anspruch, warum?
Was kostet Glück?
Wer hat uns diese schöne Erde geliehen, wofür?
Wie umgehen wir das Monster Kapitalismus, noch ehe es uns auffrißt?
"Anastasia - Tochter der Taiga" (Govinda Verlag)
„Die Menschen werden erkennen, daß die technokratische Entwicklung zum Untergang führt und man wird sich an den Ursprung wenden.“ (S.49)
„Menschen die ein eigenes Stück Land bearbeiten geht es besser, viele von Ihnen leben länger und werden gütiger und herzlicher.“ (S.70)
„Alles auf der Erde – jeder Grashalm, jeder Käfer – hat seine eigene Aufgabe und ist für den Dienst am Menschen bestimmt. Zahlreiche Heilpflanzen bestätigen dies.“ (S.72)
„Jeder von Euch gesäte Same enthält eine riesige Fülle von Informationen, weitaus mehr als irgend etwas Menschengemachtes.“ (S.74)
„Die Natur und der Allgeist haben es so gefügt, daß jeder Mensch als ein Herrscher, ein König geboren wird. Er ist einem Engel gleich, so rein und makellos.“ (S. 88)
„Einen seelisch nahen Menschen zu finden und mit ihm wahres Glück zu erleben ist gar nicht so schwer, doch in Eurer technokratischen Welt gibt es dafür viele Hindernisse.“ (S.120)
„Warum versteht Ihr nicht, daß Ihr die Erde nicht quälen sollt?“ (S.155)
„Überwinde alle Schamgefühle und habe keine Angst dich lächerlich zu machen – Auch Deinen Stolz mußt Du aufgeben.“ (S.160)
„Der Grad der Reinheit in Gedanken, Gefühlen und Empfindungen, der für die meisten Menschen charakteristisch ist, bestimmt ihren Ort des Aufenthaltes im Weltall und in der Zeit.“ (S.160)
„Wenn in einem Körper lichte Gefühle entstehen, üben sie auf jeden Fall einen heilsamen Einfluss auf alle menschlichen Organe aus. Gerade die lichten Gefühle sind das stärkste und wirksamste Mittel gegen alle Krankheiten.“ (S.163)
„Es gibt Menschen die dir und der Verwirklichung meines Traumes helfen werden. Sie tun das mit ihren kleinen fast unsteuerbaren Strahlen. Aber es wird derer viele geben und Ihr alle werdet dem Traum zur materiellen Realität verhelfen. Ihr überspringt den Wirkzeitraum der Dunkelkräfte.“ (S.165)
Naturwert-Siedlungen
Viele der heutigen Probleme der Gesellschaft bis hinunter zum Einzelnen fußen auf Entwurzelung der Menschen und maroden Familienstrukturen. Der Staat ist fast am Ende, die kapitalistische Marktwirtschaft degradiert die Rechte der Menschen auf ein würdiges Leben in Freiheit auf das Maß eines Lohnsklaven, der mehr und mehr sinn-entleerte Tätigkeiten auf sich nehmen muss, um sich und den seinen ein Überleben zu erkämpfen.
Die Menschheit und jeder Einzelne sind aufgerufen, unsere Erde und das Leben darauf wieder lebenswert zu gestalten — das sind wir uns und unseren Nachkommen schuldig!
Der in diesem Konzept vorgestellte Weg, ist eine Möglichkeit, die, wenn sie ernsthaft und mit viel Freude erarbeitet wird, das Potential hat, das Leben im Kleinen, wie auch auf planetarer Ebene, wieder zu einem immer-währenden Tanz der Glückseeligkeiten werden zu lassen.
Landsitze als Basis eines glücklichen Lebens
Was wäre, wenn heute der Vater (Staat) seinem Sohn und dessen Familie ein Stück Land, sagen wir etwa einen Hektar (10 000 m²) schenkt, und sagt: „Hier mein Sohn, schaffe ein fruchtbares Land und sei glücklich. Dieses Land soll auf immer Dir und Deinen Nachkommen der Heimatboden sein, der euch mit allem was ihr zu einem glücklichen und erfüllten Leben braucht, beschenken wird."
Der Sohn baut sich sein Häuschen auf dem Grund, bestellt sein Land mit allem was dazu gehört, wie Obstbäume, Sträucherobst, Beeren, Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchte, Kräuter, Pilze und Algen, etc. und lässt seinen Wohngarten/Landsitz gemeinsam mit seiner Familie erblühen — voll biologisch, versteht sich von selbst. Ein Hektar Land ist mit wenig täglicher Arbeit gut zu bewirtschaften.
Das liebevoll gepflegte Land unter dem Einsatz des richtigen Wissens wird mehr Früchte tragen, als die Familie braucht und ihnen somit als Lebensgrundlage dienen — und das komplett sorgenfrei.
Und schon ist Heimat geschaffen. Der Mensch hat nun Wurzeln. Er lebt von dem gesündesten Essen, das Mutter Erde hervorbringen kann. Er lebt in Harmonie, natürlich. Seine Nachkommen leben auf dem Land und von dem Land, das Ihr Vater schon für sie bestellte und die Familie wird in diesem kleinen Stück Paradies über Generationen hinweg ein glückliches Leben führen.
Wie könnt es denn gehen?
Der Landwirt hat keinen Anlass mehr, sich noch länger auf irgendwelche widersinnigen Verträge und Subventionen zu verlassen und auf seiner, durch jahrelange Monokultur und Einsatz chemischer Dünger unfruchtbar gewordenen Erde nur noch für industriellen Bedarf (natürlich auch Qualität und Preis) zu produzieren.
Anstelle dessen, verpachtet (z.B. via Erbpacht) der Landwirt seine Ländereien auf 20 Jahre/eine Generation und übergibt alles was damit zu tun hat in die Verantwortung derer, die darauf leben und sich eine schöne Heimat aufbauen.
Danach sollte ein Eigentumswechsel erfolgen. Ab diesem Zeitpunkt bleibt dieses Stück Land im Familienbesitz und als Familienlandsitz in der Erbfolge.
Es ist lediglich darauf zu achten, dass über Generationen hinweg, bestimmte Minimalregeln für alle Seiten bindend sind.
Sind diese erst mal nach den Belangen aller, die an der Siedlung teilnehmen wollen geregelt, werden nur noch die Beteiligten für Ihr Land und all diejenigen, die darauf leben und gedeihen, verantwortlich sein — ausschließlich. Und das Land wird natürlich im Gegenzug genauso die Verantwortung für diejenigen übernehmen, die es pflegen und Sie mit allem, was es zu bieten hat, versorgen.
Alles nicht so neu?!
Die Idee der Kleinsthöfe oder auch Familienlandsitze ist nicht neu. Sie war die Siedlungs- und Lebensgrundlage der Menschen in der Wedrussichen-Kultur, die in ihrem Ableger in Indien, heute noch durch Schriften wie der Bhagavad Gita gut dokumentiert ist.
In den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts, als die damaligen Menschen in den Städten nur wenig Möglichkeiten hatten sich selbst etwas aufzubauen, weil es einfach nichts zu kaufen gab, gingen sie aufs Land und bestellten das Land um davon zu leben. Daraus entwickelten sich im Laufe der letzten 70 Jahre die Trabanten-Städte.
Von der damaligen Notwendigkeit, das meiste selbst herzustellen und möglichst autark zu sein, mindestens jedoch eine Grundversorgung zu erreichen, davon ist heute so gut wie gar nichts mehr geblieben.
Also, alles nicht so neu. Bisher waren die Menschen aber nicht bereit den Weg selbst weiter zu gehen, waren doch die Verlockungen des technischen Fort-Schritts und des Konsums zu groß.
Anstatt Fort-zu-schreiten (weg von wo? — von wem? — und vor allem wohin?) sollten wir uns ent-wickeln und ent-sinnen auf das, was wir lernen durften — im dienlichen wie im nicht-dienlichen — und dies endlich konsequent und nutzbringend/dienlich für uns Selbst und somit für alle und alle die da uns Nach-Kommen, einsetzen.
Naturwert Stiftung
"Schaue nicht auf die Taten Anderer, sondern sei würdiger Herr Deiner eigenen Taten."
(Vissarion)
Die Naturwert Stiftung wurde im Herbst 2000 von der Familie Briechle in Unterthingau ins Leben gerufen um die oben aufgeführten Misstände unserer Kultur nachhaltig zu beseitigen — global denken, lokal handeln.
Sie hat sich zum Ziel gesetzt, nachhaltige Lösungen und deren Anwendungen zu erarbeiten, die die Erhaltung und Neuerschaffung für ein natürliches und wertvolles Leben im Ganzen darstellen.
Die Naturwert Stiftung befindet sich auf dem Gelände des Biobauernhofes der Familie Briechle in Unterthingau, das im wunderschönen Ostallgäu liegt, ganz am Rande der Alpen.
Als Hauptaufgabe unserer Arbeit um die Ökologie und die natürliche Wertschöpfung sehen wir die Errichtung der „Naturwert-Siedlungen“, welche dem Zusammenschluss mehrerer Familienlandsitze, wie in der Buchreihe „Anastasia“, von Wladimir Megre beschrieben sind, sehr nahe kommen.
Im Zentrum unserer Arbeit steht dabei die Familie und ihre Grundlagen. Denn die Basis eines funktionierenden Staates ist eine gesunde und funktionierende Familienstruktur.
Die heutige Situation kann der Familie als kleinste und wertvollste Zelle eines Sozialstaates keinen Halt mehr geben — die Belastungen der Leistungsgesellschaft sind zu hoch und lassen die Familien auseinander brechen. Das Resultat ist überall in unsere Gesellschaft sichtbar.
Unsere Arbeit soll jeden Menschen im Herzen berühren, weil wir wissen dass jeder Mensch sich nach einem einfachen, von Glück erfülltem Leben sehnt.
Die Kuratorien
"Eine gute Entscheidung ist eine gute Entscheidung, wenn sie sich bis zur siebten Generation trägt."
(indianische Weisheit)
Um diese Vision nachhaltig, für Generationen zu verwirklichen, wurden bisher elf Kuratorien bestimmt und teilweise schon gegründet, die die Grundlagen und Konzepte für die jeweiligen Bereiche erarbeiten und in konkrete Anwendung und Umsetzung bringen.
Handwerkliche Land- und Forstwirtschaft
Der Aufgabenbereich ist eine echte nachhaltige Wertschöpfung entstehen zu lassen. Permakultur ist hier als Hauptbereich zu nennen. (Definition siehe unten)
Energie
Von der Einsparung über die gesamte regenerative Nutzung und die Erschließung neuer/alter Energiequellen aus dem Bereich der so genannten „Freien Energie“. Viel Wissen, gerade in diesem Bereich, wird nach langer Zeit der Geheimhaltung langsam wieder entdeckt und von Pionieren mit Kampfgeist und Zivilcourage erörtert, ausprobiert und falls möglich schon in die Anwendung gebracht.
Wirtschaftskreisläufe
Die Entwicklung, Erprobung und Anwendung von transparenten Tauschsystemen und Komplementärwährungen, die von Freidenkern heute schon entworfen wurden und nur auf Verwirklichung warten, sollen dem freien Mensch ein faires Handeln ermöglichen. Die Systeme, Zusammenhänge und Buchungen müssen für jedermann offen liegen und einsehbar sein. D.h. Mauscheleien und Betrug — ein wesentlicher Grund für das Misstrauen der Bürger in das jetzige System, werden von vornherein ausgeschaltet.
Gesunderhaltung und Heilung
Mensch, Erde, Tiere und Pflanzen sind unsere Lebensgrundlagen und bedürfen der besonderen Aufmerksamkeit. Außerhalb der wissenschaftlichen Medizin, sprich in allen Natur-Kulturen und der Geschichte finden sich mannigfaltige Möglichkeiten, die zum größten Teil in unserer Kultur umgesetzt werden können. Beispiele, die wohl jedem geläufig sind, sind Akkupunktur und Homöopathie.
Präventive Maßnahmen wie eine gesunde Ernährung, angst- und stressfreies Leben, Aufenthalt und Tätigkeiten im Freien, gesundheitsunterstützende Bewegungsübungen (z.B. Yoga, Tai Chi, Chi Kung), geistige Hygiene und vor allem ein harmonisches Umfeld dürften die meisten Krankheiten gar nicht erst in Erscheinung treten lassen.
Neues Leben
So neu ist das eigentlich gar nicht, war alles schon einmal da und hatte sich bewährt.
Die Menschen haben vergessen, wie sie ein glückliches Leben führen können. Bereiche wie soziales Miteinander, eigenverantwortliche Selbstverwaltung, (z.B. ältesten Rat der Siedlung), Schaffung von harmonischen Umfeldern.
Kunst und Kultur
Schaffung neuer Ausdrucksformen, Förderung und Austausch, Kunst und Kultur als Selbstverständnis eines jeden Menschen.
Netzwerke
Themenübergreifende Öffentlichkeitsarbeit und Schaffung von Kommunikations- und Informationsplattformen, Verbreitung der erarbeiteten und bewährten Konzepte, so dass jedermann weltweit die Möglichkeit hat, auf die gemachten Erfahrungen aufzubauen und sie nach seinem Gutdünken und Bedarf anzupassen.
Bildung & Akademie
Von dem praktischen Wissen wie z.B. Permakultur, bis hin zu dem Wissen unserer Ahnen. Von einem einfachen Einsteiger-Workshop bis hin zu neuen Schulkonzepten. Von den Grundlagen und Grundverständniss eines nachhaltigen, harmonischen Lebens bis hin zu allem was die Kuratorien erarbeiten, wird in unserer Lebensschule und Akademie vermittelt.
Wasser
Von der Reinhaltung und Reinigung unseres wichtigsten Lebensmittels bis hin zur Aufbereitung und Veredelung, denn Wasser bedeutet Leben.
Bau & Wohnen
Unsere Häuser sind unsere dritte Haut. Wir forschen an Bauformen für Yurten, Dome, Gras- und Erdhäuser, die sich schon über Jahrtausende hinweg bewährt haben, besonders deswegen, da diese für alle bezahlbar sind. Jeder sollte in der Lage sein sich seinen Wohnraum selbst zu schaffen und zu unterhalten. Zentrale Ansätze bieten hierbei rund geformte Bauten, die die Eigenschaften haben, den Mensch in seine Mitte zu bringen.
Recht
Beschäftigt sich mit Rechtsfragen innerhalb der Siedlungen, um die Einhaltung der Satzung, sowie mit Zustiftungen, die dem gleichen Modell folgen.
Örtlichkeiten
Gelände des Biobauernhofes Briechle
Auf dem Gelände des Biobauernhofes Briechle stehende folgende Grundstrukturen zur Verfügung:
Außenflächen
Es werden momentan 40 ha Außenflächen bewirtschaftet, davon sind 25 ha eigenes Land, davon sind ca. 3 ha Waldflächen.
Die Werkstätten
Wir haben zwei Werkstätten die bisher nur für die Erhaltung der Hofstruktur gedient haben. Dort sind die Möglichkeiten der Holz- und bedingt Metallverarbeitung gegeben.
Für die Schreinerei stehen die gängigsten Gerätschaften und Handwerkzeuge zur Verfügung und dienen uns bei unseren experimentellen Bauvorhaben und Ausführungen. Da auf dem Bauernhof auch immer Schnittholz anfällt, ist somit auch eine Grundversorgung von Baumaterial vorhanden.
In der Metallwerkstatt sind die Möglichkeiten gegeben, verschiedene Reparaturen der Maschinen und Fahrzeuge durchzuführen und bedingt Metallbearbeitung zu betreiben.
Die Stallungen
Momentan werden sie für die Milchviehhaltung verwendet und werden im Zuge der weiteren Entwicklung etwas vielfältiger genutzt werden.
Der große Seminarraum
Er befindet sich etwa in der Mitte unserer Hofstelle und wurde von einer ehemaligen Scheune zu einem sehr gemütlichen und großräumigen Seminarraum mit 160 m² umfunktioniert. Der Seminarraum besteht aus Vollholz und wird für Vorträge, Seminare und gelegentliche Kunstausstellungen genutzt.
Die Gemeinschaftsküche
Sie steht allen Mitwirkenden und Helfern zur Verfügung die nach vollendeter Arbeit noch etwas Austausch und Begegnung suchen.
Die Pflanzenkläranlage
Das gesamte Abwasser der Gemeinschafts- und Seminarräume wird durch spezielle Pflanzenbeete und Sandfilter auf Brauchwasserquallität gereinigt und in einem kleinen Teich gesammelt, in dem sich vielerlei Amphibien zwischen den Seerosen tummeln.
So hat die ganze Pflanzenkläranlage gleichzeitig die Funktion eines Biotops für spezielle Tiere und Pflanzen, die diese als Lebensraum nutzten.
Das Seminartipi
Für alle die noch näher an der Natur und an den Elementen sein wollen, eine wunderbare Erfahrung. Für Gesprächskreise und gemütliches Beisammensein findet sich hier — außerhalb der Wintermonate — der ideale Rahmen.
Die dem Hof angegliederte Grünfläche
wird momentan für die drei vorhandenen Pferde genutzt. Sie steht außerdem im Sommer den Gästen als Zeltplatz und den kleinen und großen Kindern als Spielwiese zur Verfügung. Weiterhin wird der Platz für unser experimentellen Bauvorhaben wie Yurten oder Dome genutzt.
Permakultur
"Die Nahrung als Urmedizin bewahrt Dich vor allen Krankheiten bis ins hohe Alter."
(Sepp Holzer)
Permakultur führt uns nach vorne, zu unseren Lebenswurzeln zurück. Permakultur ist friedvolles, einander förderliches Miteinander von Menschen und Natur: unser persönliches lustvolles Wirken und Werken vor unserer Haustür als Beitrag zu einer zukunftstauglichen Entwicklung dieser Welt.
Permakultur ist ein Stück Hoffnung: ein wohldurchdachtes Konzept, wie wir im Kleinen und im Großen der Zerstörung der Erde wirksam begegnen können.
Permakultur beruht auf einem Denken in Zusammenhängen und Wechselwirkungen. Permakultur- Freunde/innen beobachten die Natur. Sie empfinden natürliche Kreisläufe nach und entwickeln sich selbst erhaltende, dauerhafte Systeme aus Pflanzen und Tieren, die sich gegenseitig ergänzen und bereichern. In diese sensiblen Netze integrieren sie ökologische Bauten und Siedlungen mit großer Sorgfalt.
Der Begriff Permakultur leitet sich aus dem englischen "permanent agriculture" ab und wurde 1974 von den australischen Ökologen und Landschaftsplanern Bill Mollison und David Holmgren geprägt. 1981 wurde Mollison für sein Permakultur Konzept der Alternative Nobelpreis, gestiftet von Jacob Uexküll (Schweden) verliehen.
Bill Mollison und David Holmgren definieren Permakultur als ein integriertes, sich selbst entwickelndes System aus mehrjährigen und sich selbst vermehrenden einjährigen Pflanzen und Tierarten, die für den Menschen nützlich sind. Grundgedanke ist das Wirtschaften in und mit ökologischen Kreisläufen im Sinne einer dauerhaften und nachhaltigen Nutzung. Permakultur ist neben einer alternativen Form der Landwirtschaft auch eine Lebensphilosophie.
Permakultur – ein Beispiel
Ein Hektar für eine Familie, der Kleinstbauernhof für ca. fünf Personen, bestehend aus fünf Zonen:
- Intensivkern mit Frühbeeten und Wanderglasflächen,
- Intensivzone,
- Großanbauzone,
- Extensivzone,
- Einfriedung mit Waldhecke
Diese beinhalten die Bereiche Gemüseanbau, Obstanbau, Waldnutzung und Kleintierhaltung, Davon entfallen etwa 2000 m² auf den Intensivkern und die Intensivzone.
Diese Fläche von 2000 m² würde laut Club of Rome gerade reichen um eine Person zu ernähren, wohlverstanden mit der modernsten, durch Züchtung, chemische Düngung, Schädlings-, Kranheits- und Wildkrautbekämpfungs-Maschinerie und einem enormen Energieaufwand betriebenen Produktionsweise.
Diese gleiche Fläche genügt in zehnjährigem Durchschnitt erprobten Selbstversorgeranbau, um nicht nur eine Person, sonder eine ganze sechsköpfige Familie reichlich und gesund zu ernähren. Wobei die Familie insgesamt im Tagesdurchschnitt weniger als 1,25 Stunden (Vater, Mutter, ältestes Kind) und keinerlei Energie für Gartengeräte, Dünger, Schädlings- und Krankheitsabwehr außer jener von Körper und Geist aufwenden musste.
Hier wurden angebaut: ca fünf Millionen Kilokalorien pro Jahr in Gestalt von:
- 1451 kg Gemüse (pro Tag knapp 4 kg),
- 390 kg Obst (pro Tag 1,07 kg),
- 600 kg Kartoffeln (pro Tag 1,64 kg),
- 23 kg Eier (pro Tag 1,1 Ei),
- 39 kg Sojabohnen,
- 500 kg Schafsmilch,
- 15 kg Mohnöl,
- 75 kg Essmais
1 Millionen Kilokalorien sind zur Ernährung einer erwachsenen Person pro Jahr ausreichend.
Dies alles auf 2000 m² ohne Motorgeräte. Weitere Flächen auf ebendiese Weise genutzt, können einen nicht unerheblichen Beitrag zur finanziellen Grundversorgung beitragen.
Die Familie arbeitet um leben zu können, anstatt das sie lebt um zu arbeiten.
Eine neue Lebensschule
Wie könnte die Schule der Zukunft aussehen, in der sie sich selbst, auf jeden neuen Tag dort freuen?
Das Bestreben unserer Schule kommt aus einem Gefühl, das tief in den Herzen der Kinder wohnt. Ein Gefühl, das Alles mit Leben erfüllt und sich selbst darin den Sinn gibt.
Jeder Ton hat eine Farbe,
jede Farbe hat ein Gefühl
und jedes Gefühl hat einen Ton.
Hörst Du den Sonnenaufgang
siehst Du das Lied
und fühlst Du das Bild?
Wir sind es gewohnt, unser Leben nach dem zu richten, was uns umgibt und was von uns erwartet wird.
Sind wir umgeben von Beton und Technik, so verhärtet sich auch unser Inneres und das maschinelle Leben durchdringt uns. Begeben wir uns in die ursprüngliche Natur, so werden durch ihr Wesen unsere Gefühle wieder lebendig.
Zielsetzung
Einen Lebensraum schaffen, in dem Du und Deine Familie ein glückliches und erfülltes Leben führen können.
Was wird dazu benötigt?
Auf diesem Weg stellen sich Fragen, die das Kind, sowie jeden Erwachsenen von ihren innersten Gefühlen aus interessieren – für ihr Leben und ihrer Familie.
- Der Unterricht wird im täglichen Tun gestaltet. Somit wird Lernen von einer abstrakten Tätigkeit, zum Erleben des Lernens.
- Die Natur in ihrer ganzen Daseinsform mit allen Sinnen erfahren.
- Tiere als unser „Spiegel“ und unsere Freunde erleben.
- In der Kreativität den eigenen Selbstausdruck finden, z. B. in Tanz, Theater, Musik, plastischem Gestalten.
- Sie werden ihren Rhythmus, Tagesablauf und Inhalt selbst bestimmen. Jedes der Themen wird dadurch mit voller Begeisterung erlernt und durchdacht.
Beim Aufbau eines Wohnraumes wird beispielsweise die nötige Mathematik in allen ihren Stufen erlernt und sofort praktisch umgesetzt.
Um dieses Wissen leichter darzustellen, kann objektives Lehrmaterial (z. B. von Montessori) sinnvoll eingesetzt werden.
Zum Erarbeiten der jeweiligen Fragen können sich altersunabhängig Gruppen mit gleichen oder ähnlichen Interessensbereichen bilden.
Neben dem Aufbau eines Lebensraumes und dem Bewusstsein über die Ernährung gibt es noch ein wichtiges Thema, das uns alle betrifft: die Partner- und Elternschaft.
Sie ist der Schlüssel zu unserem Glück, dem Glück unserer Kinder, der Eltern, der Familie, dem Volk, der Menschheit. Aus dieser Kraft und Liebe und auf diesem Hintergrund werden die nächsten Handlungen und Erfahrungen in Liebe kraftvoll erwachsen.
Zentrales Thema der neuen Schule wird die Selbstorganisation sein. Die Teilnehmenden sind Schüler und Lehrer zugleich. Alles was die Schule darstellt und ist, wird von allen Beteiligten selbst geschaffen und aufgebaut. Schulhaus, Lehrmaterial, Lehrpläne sowie auch die Grundversorgung wird von allen selbst organisiert werden, um in der gesamten Schulzeit so gut wie möglich auf das Leben vorbereitet zu werden. Denn es gilt: das Leben ist die Schule selbst, und durch eine solche Bildung wird jeder Mensch vom Kleinkind an zu Lösungen motiviert, die immer aus sich selbst hervorgebracht werden können. Das Motto, dass es keine Probleme gibt, sondern nur immer eine Vielzahl möglicher Aufgaben, findet hier guten Boden.
Aktuell
10.Juli 2010 Erlebnisreise Natur
17./18. Juli 2010 Seminar - Alpenländische Heilrituale